Taiji

Taijiquan (Tai Chi) ist eine traditionelle chinesische Bewegungskunst mit Wurzeln in den inneren Kampfkünsten.
Korrekt heisst die Kunst Taijiquan – das "quan" (Faust) verweist auf ihren Ursprung als Kampfkunstsystem. Der Einfachheit halber wird meist die Kurzform "Taiji" verwendet; auf dieser Website ebenso.
Dabei steht das Training der entspannten Kraft im Vordergrund – durch bewusste, ruhige und langsame Bewegungen.
Die genauen Ursprünge des Taijiquan sind historisch nicht eindeutig belegt. Klar ist: Im Zentrum steht die Idee, geistige und körperliche Gesundheit durch regelmässiges Üben zu fördern und zu erhalten.

Der Yang-Stil – kraftvoll, ruhig, fliessend
Er zeichnet sich durch langsame, gleichmässige und weiträumige Bewegungen aus, die innere Ruhe, Stabilität und Koordination fördern. Ich unterrichte drei Formen dieses Stils:
26er-Kurzform
Nach Jumin Chen. 26 Figuren aus dem traditionellen Yang-Stil, eine in sich geschlossene Abfolge. Der ideale Einstieg: von Anfang an auf die zentralen Prinzipien eingehen – Aufgerichtetsein, Bewegung aus dem Körperzentrum, Ganzkörperbewusstsein.
85er-Langform
Nach Yang Cheng Fu. 85 Figuren (je nach Zählweise auch 108), auf jahrzehntelanger Weitergabe innerhalb der Yang-Tradition beruhend. Anspruchsvoll, mit den Prinzipien im Zentrum – dem eigentlichen Wert der Praxis.
Weitere Informationen
Detaillierte Beschreibungen der Figuren und Grundlagen findest du z. B. in folgendem Buch:
Foen Tjoeng Lie, Christa Proksch. 2001. Tai-Ji-Quan Yang-Stil. Kolibri Verlag.
ISBN 3-928288-00-8.